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Datenschutz im Handwerk

Gilt Datenschutz auch in Handwerksbetrieben?

Ob Ein-Mann-Betrieb oder Großkonzern, das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) gilt für alle Unternehmen, die Daten von Mitarbeitern, Kunden und anderen Personen verarbeiten oder speichern.

Handwerksunternehmer sollten beim Datenschutz unbedingt folgendes beachten:

  • Viele Handwerksbetriebe unterliegen aufgrund ihrer Größe nicht der datenschutzrechtlichen Verpflichtung, einen eigenen Datenschutzbeauftragten zu stellen.
  • Den Datenschutz in solchen Betrieben müssen dann jedoch die Inhaber oder Geschäftsführer sicherzustellen.
  • Die Datenschutzregeln muss jede Firma beachten, in der personenbezogen Daten erfasst werden!

 

Warum gewinnt der Datenschutz in Handwerksbetrieben immer mehr an Bedeutung?

In Handwerksunternehmen wird oft modernste Technik benutzt. Dabei werden auch personenbezogene Daten erfasst. Und damit ist der Datenschutz ein Thema: Denn bei gravierenden Datenschutzverstößen drohen Bußgelder, die bis zu 300.000 Euro betragen können.

Neben internetfähigen PCs, die in der Bürokommunikation inzwischen zum Standard gehören, ist der Einsatz von Videokameras in Handwerksbetrieben keine Seltenheit mehr.
Sensibel zu behandeln ist auch der Einsatz von Ortungssystemen, wie z. B. die Handyortung. Hier müssen – sofern vorhanden – Betriebsrat und Datenschutzbeauftragter einbezogen werden.

Besonders sorgsamer Umgang sollte auch bei den Themen Personal, Bonitätsauskunft und Werbung erfolgen. Immer wenn personenbezogen Daten erfasst werden, müssen unbedingt die Datenschutzregeln beachtet werden!

 

 Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und weitere datenschutzrechtliche Vorschriften fordern:
  • Jeder Handwerksbetrieb (wie jedes andere Unternehmen auch) muss ein Verfahrensverzeichnis erstellen und auf Anfrage an "jedermann" die entsprechenden Auskünfte hierzu erteilen.
  • Die Mitarbeiter/innen sind auf das Datengeheimnis nach § 5 BDSG zu verpflichten.
  • Die erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOMs) zur Datensicherheit, die sich aus § 9 BDSG und der entsprechenden Anlage ergeben, müssen von allen Betrieben umgesetzt werden.
  • Betriebe, wenn sie mehr als neun Personen regelmäßig damit beschäftigen PC- bzw. EDV-gestützt personenbezogene Daten zu erfassen, verarbeiten oder zu nutzen, müssen einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten bestellen. Dies kann intern oder durch einen externen Datenschutzbeauftragten erfolgen.
  • Betriebe die Verfahren einsetzen, für die eine Vorabkontrolle durchzuführen ist, müssen einen Datenschutzbeauftragten bestellen, unabhängig von der Zahl der Mitarbeiter.

 

Risiken durch Datenschutz-Sanktionen 

Verstöße gegen datenschutzrechtliche Vorschriften können erhebliche Auswirkungen auf das Image und die Vertrauenswürdigkeit haben. Der Gesetzgeber hat bei bestimmten Vergehen, insbesondere bei Datenmissbrauch, zahlreiche Sanktionen vorgesehen.

 

Es drohen:

  • Schadenersatz
  • Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahre (Strafvorschriften)
  • Bußgeld bis zu € 300.000 (Bußgeldvorschriften)
  • Arbeitsrechtliche Maßnahmen wie z. B. Abmahnung oder Kündigung


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