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Neue Herausforderungen durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO)

Befasst man sich mit dem Datenschutz in Unternehmen, wird man derzeit häufig mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) konfrontiert. Überall wird von dieser gesprochen. Doch was ist die EU-DSGVO genau und welche Veränderungen und neuen Anforderungen hinsichtlich des Datenschutzes ergeben sich für Unternehmen?

Das Wirksamwerden der EU-DSGVO im Mai 2018 stellt große Anforderungen an Unternehmen. Bestehende Datenschutzprozesse und –regelungen müssen neu durchdacht und aus Sicht der Unternehmen komplett auf den Kopf gestellt werden. Diese neue, komplexe EU-DSGVO, mit der sich nun alle Unternehmen zwangsweise auseinandersetzen müssen, soll den Datenschutz auf europäischer Ebene regeln.

Welchen Zweck verfolgen der Datenschutz und die DSGVO?

Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) schützt die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz bezogener Daten. Sie schützt natürliche Personen vor der Beeinträchtigung ihrer Persönlichkeitsrechte, sofern deren personenbezogene Daten verarbeitet werden.
Die EU-DSGVO gilt für alle natürlichen Personen und Unternehmen in Europa und Unternehmen außerhalb Europas, die auf dem europäischen Markt aktiv sind. Bisher war das jeweilige nationale Datenschutzrecht in den einzelnen Ländern der EU sehr unterschiedlich. Europäische Datenschutzrichtlinien wurden verschiedenartig in nationales Recht von den unabhängigen und eigenständigen Aufsichtsbehörden der jeweiligen Länder umgesetzt. Die Uneinheitlichkeit des europäischen Datenschutzrechts wird mit der EU-DSGVO beendet. Sie ist bereits am 25.5.2016 in Kraft getreten und bis Ende Mai 2018 müssen die neuen Anforderungen im Unternehmen umgesetzt sein. Aktuell gilt eine Übergangszeit von zwei Jahren, um den Datenschutz im Unternehmen neu zu regeln und an die neuen Anforderungen anzupassen. Diese Umstellungszeit läuft am 25. Mai 2018 aus; dann tritt die neue EU-DSGVO rechtswirkend in Kraft. Aus diesem Grund sollten sich Unternehmen schnellstmöglich, falls dies noch nicht geschehen ist, mit dem Thema befassen, um etwaigen Verstößen vorzubeugen.

Welche neuen Anforderungen gibt es?

Die EU-DS GVO stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Diese sind u.a.:
•    Umfangreichere Nachweis- und Dokumentationspflichten,
•    Zusätzliche Rechte der Betroffenen, z.B. die erweiterten Informationspflichten, das Recht auf Vergessen,
•    Aufbau eines Meldeverfahrens, um Datenschutzverstöße innerhalb von 72 Stunden an die Aufsichtsbehörden zu melden,
•    Verarbeitungstätigkeiten personenbezogener Daten müssen granular dokumentiert werden, sowohl auf Seiten des Auftraggebers als auch auf Seiten des Auftragnehmers,
•    Technisch organisatorische Maßnahmen sind auf Basis eines risikobasierten Vorgehens zu definieren und umzusetzen.

Höhere Sanktionen


Die Sanktionen für Datenschutzverstöße wurden erhöht. Bei Verstößen können Geldbußen in Höhe von maximal bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes drohen, je nachdem welcher Betrag höher ist. Diese Bußgelder können gravierende Auswirkungen auf Unternehmen haben. Um diese zu vermeiden, sollten sich Unternehmen rechtzeitig mit den erweiterten Anforderungen der neuen Datenschutzregelung auseinandersetzen und ein besonderes Augenmerk auf die Dokumentations- und Nachweispflichten sowie die Datenschutzprozesse legen.

Wir haben ein Vorgehensmodell entwickelt, mit dem Unternehmen die neuen Anforderungen zielgerichtet umsetzen können. Individuell prüfen wir die Voraussetzungen und erheben die Ist-Situation in Ihrem Unternehmen.

Gerne stehen wir Ihnen für ein unverbindliches Informationsgespräch zur Verfügung.

Sprechen Sie uns an! Unsere Berater besuchen Sie gern vor Ort und beantworten Ihre Fragen.
Kontakt: info@trigonum.de oder 040 3199 1618-0



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